TAEKWONDO im „Leadership Program“ der Vereinten Nationen

TAEKWONDO – SPORT FOR EVERYONE
Recht überraschend ereilte uns Anfang des Jahres die Anfrage zur Durchführung eines Taekwondo-Seminar im Rahmen des „9th Youth Leadership Programs“ der Vereinten Nationen (UN), welches bereits im März in Deutschland (Berlin) stattfinden sollte. Die Vereinten Nationen kooperiert hier mit verschiedenen Nationen, Hilfsorganisationen und Weltverbänden des Sports. Diese können sich aktiv in das Projekt einbringen und unterstützen dieses auch in finanzieller Hinsicht. Hauptsächlich geht es darum jungen Menschen in Führungsveerantwortung zu qualifizieren und um vielfältige (sportliche) wie interkulturelle Erfahrungen zu bereichern. Für die Sportart Taekowndo ist unser Weltverband die WTF zuständig. Diese engagiert sich nicht nur sportlich, sondern engagiert sich auch darüber hinaus (mit den Mitteln des Sports) in verschiendenen sozialen/kulturellen Bereichen. Unsere Aufgabe war es für die WTF (und DTU) den Taekwondo-Sport als globale und sozial vielfältig engagierte Sportart vorzustellen – eben als Sportart für alle.Titelbild

Dennoch, erstmal zu den genaueren Hintergründen des UN-Programms „googeln“, da sich das zuständige WTF-Generalsekretariat hierzu recht bedeckt hielt:
Die Vereinten Nationen riefen dieses Programm ins Leben mit dem Ziel jungen Menschen aus der ganzen Welt zu stärken, ihr Potenzial zu erkennen und zu fördern. Durch Möglichkeiten dieses UN-Programms sollen sich jungen Menschen hinsichtlich ihrer Führungskompetenz entwickeln.Neues in ihre Herkunftsländer mitnehmen, um dort in verschiedenen Organisationen aktiv an positiven Veränderungen mitzuwirken.

Unsere Gruppe bestand aus 30 sehr aufgeschlossenen und engagierten Teilnehmern im Alter von 18 – 25 welche aus Afrika südlich der Sahara und dem mittleren Osten stammten (Kongo, Gambia, Ghana, Jordanien, Kenia, Libanon, Madagaskar, Namibia, Nigeria, Palästina, Ruanda, Südafrika, Tansania, Uganda und Sambia).

Rund 14 Tage wird die Gruppe nun in Deutschland sein. In dieser Zeit werden sie viel „Neues“ kennen lernen und die unterschiedlichste Eindrücke mitnehmen. Neben der WTF engagieren sich im Programm weitere Sportweltverbände und andere Hilfs- bzw. Nichtregierungsorganisationen (NGO).

Wir – Dorotheé Dauß, Kai Müller, Stev Brauner – hatten unsere Tagesveranstaltung in eine kurze Introduction zur Sportart selbst (u.a. zu den Themen: sport for children, girls, older and disabled people / sport for everyone / school-sport etc.). Danach folgte der Großteil an praktischen Einheiten in der Halle.

Allen Teilnehmern hat es sichtlich viel Spaß gemacht, sie waren alle mit Feuereifer dabei. Von Schwierigkeiten in Hinblick auf Herkunft, Religion oder Behinderung (ein Teilnehmer saß im Rollstuhl) keine Spur. Highlight war am Ende der Bruchtest. Jeder Teilnehmer konnte sein Brett mit individuellen oder herkunftsbezogenen Problemen oder Ängsten „bemalen“, welche schlussendlich zerschlagen wurden.

Allen Beteiligten und Mitreferenten nochmal ein herzliches Dankeschön für die gute und letztlich auch sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.Gruppe01