Thüringer Hauptstadtpokal mit DaedoSystem und Videotechnik

Neben dem Namen „Thüringer Hauptstadtpokal“ hatte vieles geradezu Erstcharakter für Thüringen: so bspw. die komplette Ausstattung mit dem elektronischen Westensystem von Daedo sowie neuer Videotechnik an allen Flächen. Ausgerichtet wurde der Hauptstadtpokal als reines Vereinsturnier vom ASV-Erfurt.

GesamtDie Erwartungen an den Hauptstadtpokal, auch als Ausbildungstunier, waren recht hoch und wurden letztlich auch erfüllt. Das war nicht selbstverständlich, gerade beim Einsatz unbekannter oder neuer Technik, ist doch immer ein gewisses Risiko dabei. Insbesondere die Kameratechnik die so auch bereits zu WTF-Turnieren zum Einsatz kam, sorgte im Vorfeld für mehrere Nachtschichten. Aber es hat sich gelohnt: Die Kameras können per Router über WLAN angesteuert werden und liefern ein hochauflösendes Bild. Darüber hinaus sind sie 360° schwenkbar und dadurch an der Fläche völlig frei platzierbar.

JasminEhrungMit 150 Startern wurde das Turnier bei 3 Flächen bewusst überschaubar gehalten, um dem Anspruch und zeitlichen Notwendigkeiten eines Ausbildungsturniers gerecht zu werden. Alle Kampfrichter wurden in ausnahmslos allen Positionen eingesetzt, betreut und bewertet. Dies bedarf zwar etwas mehr Zeit, führt aber in der Perspektive zu einer umfassenden und qualitativ hochwertigen Ausbildung der Kampfrichter in allen Bereichen. Neben den Kampfrichtern waren offensichtlich auch Coaches und Kämpfer zufrieden, alles lief absolut ruhig und reibungslos. Es gab weder Proteste noch Beschwerden oder sonstige Misstöne zu vernehmen.

Für das Thüringer Taekwondo sehr erfreulich – nahezu das gesamte Turnier wurde von einem Team des MDR-Fernsehens intensiv begleitet. Auch natürlich, um ein Interview mit der Thüringer Leistungsträgerin Jasmin Richter zu führen, welche gerade mit Silber von den Spanish Open zurückkam und zu Turnierbeginn durch den Verband mit der Ehrennadel ausgezeichnet wurde.

Unsere frisch ausbildeten Kampfrichtern hatten zum Hauptsatdtpokal auch gleichzeitig ihren praktischen Prüfungseinsatz. Viele hatten sich auf das Turnier nochmal intensiv vorbereitet, was auch deutlich erkennbar war. Alle waren wirklich begeistert und motiviert bei der Sache, so dass auch die Aufregung bald der Routine wich.

„Ich war sehr aufgeregt vor dem ersten Kampf und dann auch auf der Fläche. Ich bin froh dass alles reibungslos lief, und ich ein kritisches aber vor allem hilfreiches Feedback bekommen habe. Es war sehr spannend mal selbst als KR auf der Fläche zu stehen, ich freue mich schon auf die nächste Turniereinladung.“ (Jessy Wiedemann).

„Bei meinem ersten offiziellen Einsatz als Kampfrichterin war es ein tolles Gefühl selbst auf der Fläche zu stehen und Verantwortung für das Kampfgeschehen zu übernehmen. Trotz der anfänglichen Unsicherheiten, trug der Tuniereinsatz sehr dazu bei, Gestiken und Abläufe zu festigen. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich hoffe auf weitere Einsätze.“ (Ellinor Schlesier)

Neben vielen Vereinen aus den umliegenden Bundesländern, waren auch nahezu alle Thüringer Vereine vertreten, schade dass den Sportfreunden aus Meiningen wohl krankheitsbedingt eine Teilnahme verwehrt blieb. Den teilnehmenden Teams vielen Dank für ihre Teilnahme und die angenehme Atmosphäre in der Halle.

Allen Kampfrichtern sowie dem engagierten Ausrichter-Team rund um Michael Jahr ein herzliches Dankeschön für eine nahezu perfekt organisierte und verlaufene Meisterschaft, welche bewies, dass reine Größe eben nicht alles ist.

Text: Stev Brauner / Bilder: Christoph Hoffmann